Wie wirksam ist die Therapie?

Codierung nach Dowschenko – wie wirksam ist die Therapie?

Der russische Psychotherapeut Dowschenko lebte von 1918-1995. Er beschäftigte sich mit der Möglichkeit, die Akoholsucht zu therapieren. 1984 wurde die von ihm entwickelte Codierungstherapie medizinisch anerkannt. Laut Dr. A. R. Dowschenko wirkt die Codierung bei allen bekannten Formen von Alkoholismus (Gelegenheitstrinker, Rauschtrinker, Quartalstrinker und Erleichterungstrinker). Voraussetzung für das Gelingen der Therapie ist, dass es Wille des Patienten ist, von der Droge loszukommen. Therapieerfolge bei einer Abhängigkeit von Alkohol und anderen Drogen, u. a. auch Nikotin, wurden bewiesen.

Die Therapie ist nicht bei jedem möglich

Nicht anwendbar ist diese Therapie bei Patienten, die unter folgenden Krankheiten und Beschwerden leiden: Schizophrenie, Psychosen, Schädelhirntrauma, Bewusstseinstörungen, Persönlichkeitsstörungen, (auch alkoholischer Herkunft), Wahn, Halluzinationen, deliriumähnliche Zustände, akute Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Codierung erfolgt durch einen Therapeuten

Die Codierung erfolgt während einer psychotherapeutischen Sitzung, durch Einwirkung auf das Unterbewusstsein, mithilfe eines psychotherapeutischen Gesprächs und Hypnose (keine Tiefenhypnose). Dem Patienten wird erläutert, wie sehr der Körper unter der Einnahme von Alkohol leidet, kommt es nach der Codierung zum Genuß von Alkohol, reagiert der Patient, aufgrund der Therapie, mit Übelkeit und Erbrechen. Nimmt der Patient unbewusst Alkohol zu sich, kann die Codierung (in Notfällen auch telefonisch) von seinem Therapeuten gelöst werden.

Positive Aspekte der Codierung Dowschenko

Die Codierungstherapie lässt sich bei vielfältigen Fällen von Drogenmissbrauch anwenden. Sie ist seit Jahren erprobt, mit einer Erfolgsquote von ca. 93 Prozent. Es ist keine Gabe von Ersatzdrogen notwendig. Die Codierung erfordert keine langen Therapiezeiten, sondern benötigt lediglich 2,5 – 3 Stunden, ohne die Menschenwürde zu verletzen. Es handelt sich um eine, seit Jahrzehnten anerkannte Therapie.


Erstellt am: 19.03.2012 um 17:58 Uhr - von: admin - Kategorie(n): Drogen


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