Partydrogen

Bei Partydrogen handelt es sich um Rauschmittel, häufig um halluzinogene Substanzen, die mit dem Ziel eingenommen werden Rauschzustände hervorzurufen oder zu Wahrnehmungsveränderungen führen. Der Begriff Partydroge verharmlost den Drogenkonsum jedoch. Es handelt sich hierbei nicht um besonders lustige Drogen, die nur zu Partyzwecken hergestellt wurden und auch nur dort konsumiert werden.

Der Konsum von Drogen wirkt innerhalb des Gehirns und vor allem in den Rezeptoren. Durch die Blockierung dieser Rezeptoren werden Wahrnehmungen verändert aber auch Suchtkarrieren begonnen. Auch Partydrogen haben Moleküle, welche an den Rezeptoren andocken, sei es nur an den Rezeptoren für die Seratoninwiederaufnahme. Fehlt die Substanz, gibt das Gehirn die Meldung, dass etwas fehlt. Das kann auch schon nach einmaligem Gebrauch von Ecstasy, LSD, halluzinogenen Pilzen oder Amphitaminen erfolgen.

Neben den Wahrnehmungsveränderungen erfolgt bei vielen dieser Drogen eine Endorphin- und Adrenalinausschüttung. Die Folge sind Leistungssteigerungen, Konzentrationsschübe und längere Wachphasen. Bei dieser Leistungssteigerung liegt ebenfalls eine Problematik, da nach dieser Steigerung ein rapider Abfall der Leistungsfähigkeit nach dem Abbau der Substanzen erfolgt. Da der Konsum von leistungssteigernden Substanzen wie Amphetamin, auch Speed genannt, häufig in jungen Jahren genommen wird, ist die Versuchung groß bei Leistungsanforderungen auch zu diesen Drogen zu greifen.

Die Gefahr bei Partydrogen liegt in der Überschätzung des eigenen Verhaltens. Das betrifft sowohl die Teilnahme am Straßenverkehr als auch sexuelle Kontakte oder die Flüssigkeitsaufnahme während eines Partywochenendes. Dennoch gibt es in Deutschland pro Jahr etwa nur 1000 Drogentote, bei Verkehrsunfällen sterben etwa drei Mal so viele Menschen. Die Gefahr besteht hier eher in den Bereichen Sucht und sozialem Abstieg.


Erstellt am: 07.02.2012 um 11:16 Uhr - von: admin - Kategorie(n): Drogen


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