Trends im Drogenbericht 2011 der EBDD

Herkömmliche klassische Drogen wie Kokain oder Marihuana befinden sich zu Gunsten von neueren synthetischen Stoffen auf dem Rückzug. Allein in den letzten beiden Jahren seien über 60 verschiedene Mittel neu auf den Markt gekommen, welche auch bevorzugt konsumiert würden. Im nun laufenden Jahr rechnet die EBDD mit noch mehr Neuerscheinungen. Allerdings ist davon auszugehen, dass die extremsten Drogen wie etwa Heroin in ihrer Verbrauchsmenge ähnlich gelagert sein werden wie bisher.

Heroin weiter der Spitzenreiter für Todesfälle
Die altbekannte Droge Heroin wird wohl weiterhin die meisten Drogentoten fordern. In Deutschland starben im Jahre 2010 von 1237 Abhängigen etwa 850 in Zusammenhang mit dieser gefährlichen Droge. Sie gehört übrigens zu den Opioiden und ist in ihrer Konsistenz halbsynthetisch. Das bedeutet, dass ihr Grundstoff in der Natur vorkommt, zur Nutzung jedoch verändert wird. Laut EBDD nehmen in Europa 1,3 Millionen Menschen Opiate ein, allein in Deutschland etwa 150.000.

Cannabiskonsum geht bei Kindern etwas zurück
Während im Jahre 2004 noch von einem Prozentsatz von 10% bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren ausgegangen werden konnte, die sich am Konsum der natürlichen Droge beteiligten, waren es im letzten Jahr lediglich etwa 5%. Bei den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren hält sich dafür fast konstant ein Wert von etwas über 12%. Fälschlicherweise gehen noch Viele davon aus, dass es sich bei der Droge um einen eher ungefährlichen Stoff handle. Dabei steht fest, dass einige schwere Psychosen auf Cannabis bzw. Marihuana zurückzuführen sind und der Konsum die Einschätzung der Welt nachhaltig beeinflussen kann.


Erstellt am: 30.01.2012 um 11:11 Uhr - von: admin - Kategorie(n): Drogen


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