Harte und weiche Drogen

Als Drogen werden in Deutschland vor allem illegale Substanzen bezeichnet. Alkohol etwa wird nicht als Droge angesehen, obwohl er die meisten Schäden und Todesfälle verursacht.

Gesetzlich wird zwischen “harten” und “weichen” Drogen unterschieden. Zu den weichen Drogen gehören etwa Substanzen, die THC, also den Wirkstoff der Cannabis-Pflanze, enthalten. Der Konsum solcher Substanzen hat fast keine Auswirkungen für die betreffende Person; lediglich der professionelle Handel wird relativ hart geahndet.

Zu den harten Drogen sind vor allem Opiate wie Morphium, Opium oder Heroin sowie Amphetamine zu zählen, die auch als “Partydrogen” bezeichnet werden. Unter dem Sammelbegriff “Ecstasy” sind solche Drogen vor allem in Diskotheken sehr verbreitet; über die Spätfolgen ist zwar noch nicht viel bekannt, doch dürften auf die Gesellschaft erhebliche Kosten durch die zerstörerische Wirkung solcher Substanzen auf das Gehirn von Dauerkonsumenten zukommen.

Eine Sonderstellung unter den harten Drogen nimmt in gewisser Weise das Kokain ein. Das aus der Koka-Pflanze in Südamerika gewonnene Rauschgift führt in den Herkunfts- und Transitländern wegen der enormen Gewinnspanne zu verheerenden Bürgerkriegen und kann wohl als eine Geißel der Menschheit betrachtet werden. Entsprechend werden Besitz und Handel mit der Substanz von gesetzlicher Seite ähnlich geahndet wie der Handel mit Heroin.

Auf der anderen Seite genießt das weiße Pulver eine erstaunliche gesellschaftliche Akzeptanz, da zahlreiche Prominente mehr oder weniger freiwillig den Konsum der Droge einräumen. Ähnlich wie Champagner steht Kokain im Ruf einer Luxusdroge, die von denjenigen konsumiert wird, die es sich leisten können.Die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Droge sollte indes nicht darüber hinweg täuschen, dass es sich um eine gefährliche Substanz mit verbrecherischer Herkunft handelt.


Erstellt am: 27.12.2011 um 15:00 Uhr - von: admin - Kategorie(n): Drogen


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