Drogentherapie

In der heutigen Zeit sind viele verschiedene Drogen im Umlauf angefangen bei Marihuana bis hin zu Kokain und letztendlich Heroin. Hinzu kommen die neuen sogenannten Designer Drogen, die ebenso wie die “klassischen” Drogen eine große Gefahr darstellen. Aus welchen Gründen auch immer zu Drogen gegriffen wird bei regelmäßigem Konsum führt jede Droge schnell in die Abhängigkeit mit fatalen Folgen. Sich allerdings dann wieder von der Sucht zu befreien, das gelingt nur denn wenigsten ohne professionelle Hilfe. Mit einer Drogentherapie allerdings kann die Sucht bewältigt werden um ins normale Leben zurückzufinden.

Die Drogentherapie ist eine therapeutische Maßnahme, in der nicht nur die körperlichen Auswirkungen behandelt werden, sondern darüber hinaus auch die psychischen denn oftmals sind psychische Probleme der Einstiegsgrund in die Drogenszene. Bevor eine Drogentherapie jedoch begonnen werden kann, muss sich der Abhängige bereits vor Beginn der Therapie seines Problems bewusst sein, um die Sucht erfolgreich zu bekämpfen.

Hat sich der Süchtige zu einer Therapie entschlossen, beginnt diese mit der Vorstellung bei einem Arzt oder einer psychosozialen Beratungs-und Behandlungsstelle. Im Anschluss folgt dann der körperliche Entzug in einer Entzugsklinik denn während dieser Phase kann es zu drastischen Schwierigkeiten kommen. Häufig treten Depressionen, Angst und aggressives Verhalten auf da der Betreffende nicht nur körperliche Auswirkungen verspürt, sondern darüber hinaus auch psychischen Belastungen ausgesetzt ist.

Wurde der körperliche Entzug nach ca. 2 Wochen überstanden dann folgt anschließend die psychologische Entwöhnung, die allerdings wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt und in einer speziellen therapeutischen Einrichtung stattfindet. Für den Patienten beginnt mit der Entwöhnungsphase wiederum eine sehr schwierige Zeit. Regelmäßige Gespräche aber auch eine therapeutische Begleitung ist jetzt überaus wichtig denn viele verspüren während der Entwöhnungsphase ein Gefühl von Rat- und Hilflosigkeit und werden gedanklich immer wieder an Drogen erinnert. Wurde auch die Entwöhnung erfolgreich geschafft nach 6 Monaten, dann folgt mit der Adaptionsphase der letzte Abschnitt der Drogentherapie.

In der sogenannten Adaption (Anpassung) geht es nach der stationären Therapie darum den nun ehemaligen Drogenkranken an ein suchtfreies Leben zu gewöhnen. Mithilfe kompetenter Unterstützung hat er die Möglichkeit soziale Kontakte zu knüpfen in einem neuen Bekanntenkreis, der auch tragfähig für ihn ist, und Schritt für Schritt auch ins Arbeitsleben oder Schulleben zurückzukehren.

Nach Beendigung der Adaptionsphase, die in der Regel drei Monate in Anspruch nimmt, wird der ehemalige Süchtige nun aber nicht allein gelassen, sondern erhält auch weiterhin professionelle Unterstützung beispielsweise in Form einer therapeutischen Wohngruppe, bis er in der Lage ist, sein eigenes selbstständiges Leben in einem neuen Umfeld und einer eigenen Wohnung zu führen. Nach dem erfolgreichen Entzug ist es erforderlich, das er auch weiterhin regelmäßige Besuche bei Therapeuten, Ärzten oder in einer Beratungsstelle als Nachsorge vornimmt, um das Risiko eines Rückfalls so gering wie möglich zu halten.


Erstellt am: 13.12.2011 um 11:49 Uhr - von: admin - Kategorie(n): Drogen, Drogentherapie


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