Drogenabhängigkeit in der Bevölkerung

Etwa 2.000 Menschen erliegen jährlich in Deutschland den Folgen des Drogenmissbrauchs. Ungefähr 300.000 Personen sind hierzulande von harten Drogen abhängig. Zu diesen gesellen Sie Jahr für Jahr ca. 20.000 weitere Menschen. Die Zahl an Rauschgiftdelikten wurde im Jahr 2000 auf 244.336 beziffert. Schreckliche Zahlen, die jeden zum Nachdenken anregen sollten. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Drogen. Diese haben gemeinsam, dass Sie zu Abhängigkeit und Sucht führen und über kurz oder lang dem Organismus einen oft nicht unerheblichen und teils irreversiblen Schaden zufügen. Insgesamt 5-7% der hiesigen Bevölkerung leidet unter einer Abhängigkeit. Jedoch besteht bei der Abhängigkeit von Drogen eine hohe Dunkelziffer, so dass die Zahlen de facto deutlich höher liegen dürften. An erster Stelle unter den Drogen rangiert in unseren Breiten der Alkohol.

Etwa 2,5 bis 3 Millionen Menschen sind in Deutschland alkoholabhängig. Weitere Drogen die in hohen Maßen konsumiert werden sind Psychopharmaka wie Barbiturate, Cannabis/ Marihuana, Kokain (auch Crack), Opiate (Heroin, Methadon, Opium), Haschisch, Amphetamine (z.B. Speed), Hallizinogene (z.B. LSD), organische Lösungsmittel (Schnüffelstoffe) und moderne Designerdrogen (z.B. Ecstasy).
Von den angenehmen Wirkungen der Drogen wie etwa Glücksgefühl, Leistungssteigerung, Euphorie, Leichtigkeit, Risikobereitschaft, gesteigerte Kontaktfreudigkeit und Schmerzabbau sind viele Suchtopfer sehr angetan. Die Nachteile überwiegen die vermeintlichen Vorteile jedoch bei Weitem.

Sucht wird teuer bezahlt

Die Lebenserwartung von Drogenabhängigen ist im Vergleich zur Gesamtbevölkerung deutlich niedriger.
Bei Alkoholabhängigen ist diese um etwa 15% reduziert. Das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, liegt bei Cannabisrauchern 5 bis 10 Mal höher als bei Zigarettenrauchern. Ferner vermindern derartige Drogen die Zellteilungsfähigkeit weißer Blutkörperchen, wodurch das Immunsystem signifikant geschwächt wird. Drogenkonsum kann ferner die Reifung männlicher Spermien negativ beeinflussen. Bei fortgesetztem Konsum sind DNS-Schäden sowie Veränderung der Zellstrukturen keine Seltenheit. Die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron wird bereits bei geringen Mengen von THC (Hauptwirkstoff von Cannabis) einen gesamten Tag lang lahmgelegt. Es wird vermutet, dass zahlreiche Früh- und Fehlgeburten der Wirkung von Cannabis zuzuschreiben sind.

Des Weiteren verlangsamen Drogen den Informationsfluss im Gehirn. Gefährliche Ausnahmezustände wie Kreislaufkollaps, Nierenversagen, Hirnödem, Herzversagen, Krampfanfall sind wahrscheinlicher. Da Drogen als schwer abbaubare Stoffe auch die tückische Eigenschaft besitzen, sich im Gewebe anzusammeln, können Beschwerden auch erst Jahre später in Erscheinung treten. Auch der Psyche richten Drogen schweren Schaden an. Depressionen, Bewusstseins- und Wahrnehmungsstörungen sind nur einige der vielen psychischen Erkrankungen, die nachweislich dem Drogenmissbrauch zugeordnet werden können.

Wo Suchtkranke Hilfe bekommen

Wer sich von der Last der Drogenabhängigkeit befreien möchte, sollte ein geeignetes Sanatorium aufsuchen. Zu Beginn sollte jedoch unbedingt ein starker Wille und eine absolute Überzeugung stehen. Schließlich lässt sich nur mit diesen Zutaten ein erfolgreicher Entzug realisieren. Neben der Entgiftung soll insbesondere die Störung behandelt werden, die der Suchterkrankung zugrunde liegt. Selbst nach einem erfolgreichen Klinikaufenthalt ist es noch nicht getan. Es sollte sich unbedingt einen entsprechende Therapie anschließen. Hierbei geht es vor allem darum, auch unter psychologischen Gesichtspunkten seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. In EInzel- und Gruppentherapien finden viele Gespräche mit Psychotherapeuten statt, mit dem Ziel, die Ursachen der eigenen Abhängigkeit zu erforschen.
Schließlich macht sich allerdings das hohe Durchsetzungsvermögen und der Ehrgeiz mit Sicherheit bezahlt.


Erstellt am: 30.11.2011 um 9:12 Uhr - von: admin - Kategorie(n): Drogen


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